So planen Sie Ihr SAP-Übersetzungsprojekt

Schätzung der Projektkosten

Wenn Sie einen internationalen SAP-Rollout planen, haben Sie das Thema Übersetzung wahrscheinlich bereits auf Ihrer Checkliste. Doch da Übersetzung in den meisten SAP-Projekten keine Rolle spielt, tut man sich oft schwer, die Kosten der Projekts vorab zu schätzen. Wichtige Faktoren sind dabei beispielsweise die Anzahl der zu übersetzenden Transaktionen oder Apps, die Anzahl der benötigten Sprachen, aber auch die Komplexität Ihrer SAP-Installation und die Größenordnung der Anpassungen, die Sie an Ihrem SAP-System vorgenommen haben. Zu einer wirklich verlässlichen Schätzung kommen Sie am Ende nur, wenn eine fachkundige Erstanalyse in Ihrem SAP durchgeführt wird. Für einen Experten ist das eine Angelegenheit von wenigen Tagen, und im Anschluss haben Sie dann belastbare Zahlen.

Scoping

In jedem SAP-Übersetzungsprojekt ist das Ziel, nur das zu übersetzen, was tatsächlich gebraucht wird, und nicht mehr. Dabei gibt es durchaus mehrere Wege, die zum Ziel führen, aber in jedem Fall empfiehlt sich ein genauerer Blick darauf, welche SAP-Funktionalität und Eigenentwicklungen in dem Land, in das Sie ausrollen, tatsächlich zum Einsatz kommen sollen. Tatsächlich bieten die im SAP-Standard verfügbaren Übersetzungstools einiges an Scoping-Funktionen, aber es gibt auch eine Reihe von Drittanbieterlösungen, die beim Scoping Zeit und Aufwand sparen. Nach Abschluss des Scoping-Prozesses werden Sie eine Liste der Objekte zusammengestellt haben, die Sie übersetzen werden.

Rollen im Projekt

In SAP-Übersetzungsprojekten sind neben den Fachabteilungen vor allem die Entwicklung und die SAP-Basis involviert. Damit das Projekt erfolgreich ist, braucht es außerdem einen Projektmanager, der direkt für das Projekt verantwortlich ist und ihm vor allem in heißen Phasen genug Zeit widmen kann. Auch ein externer Mitarbeiter kann diese Rolle übernehmen, aber dann empfiehlt es sich, einen internen Gegenpart zu haben, der die wichtigsten Entscheidungen verantwortet. Beim Thema Bestandsaufnahme und Scoping ist ein externer Berater häufig der direkteste Weg, da es viel Wissen über die Spracharchitektur von SAP-Systemen und viel Erfahrung im Umgang mit den diversen Tools und Strategie braucht.

Die Auswahl der richtigen Tools

Bei der SAP-Übersetzung zum Einsatz kommen in der zwei Arten von Tools zum Einsatz. Einerseits sind da die Übersetzungseditoren, mit denen die Übersetzer arbeiten, und andererseits gibt es Tools zum Bereitstellen von Texten und zum Verwalten und Automatisieren der Übersetzung. Die SAP selbst bietet beide Arten von Tools an, denn jedes SAP-System enthält bereits eine komplette Übersetzungsumgebung. Drittanbieterlösungen ergänzen das Angebot der SAP und können einem das Leben deutlich erleichtern.

Übersetzungseditoren

Die drei gängigsten Übersetzungseditoren zum Übersetzen von SAP-Texten sind Transaktion SE63, bei Sprachdienstleistern übliche Branchentools und Microsoft Excel. SE63 ist relativ bekannt, aber nicht unbedingt beliebt. Sie macht einem Neueinsteiger die Bedienung nicht gerade leicht, doch ist sie durchaus sehr mächtig, und vor allem kostenlos. Bei Übersetzungsagenturen sind sind vor allem Tools wie SDL Studio oder Memsource üblich, die den Übersetzern recht intuitive Arbeitsumgebungen bieten, aber nicht speziell für die SAP-Übersetzung gedacht sind. Diese Tools setzen außerdem ein separates Tool für den Export der Texte aus dem SAP-System voraus. Und schließlich, wenn es um sehr wenige Texte geht und keine nachhaltige Lösung benötigt wird, bieten diverse Tools auch die Möglichkeit des Exports nach Microsoft Excel. Lesen Sie weiter...

Das Thema Übersetzung beim Umstieg auf SAP S/4 HANA

Wenn Sie von SAP ERP auf SAP S/4HANA wechseln und die neue Lösung auch im Ausland einsetzen werden, müssen Sie sich wahrscheinlich das Thema Übersetzung bald auch auf die Tagesordnung setzen. Denn der erste internationale Rollout kommt schneller, als man denkt. Und dann stellt sich natürlich die Frage, inwiefern sich SAP S/4 HANA in Sachen Übersetzung vom vertrauten SAP ERP unterscheidet? Und wie können Ihre eigenentwickelten SAP-Fiori-Apps integriert werden? Lesen Sie weiter...

Scoping und Automatisierung in Balance

Wenn Sie im Rahmen eines Rollouts an einen Standort im Ausland ein SAP-Übersetzungsprojekt angehen, sollen die Übersetzungskosten natürlich nicht ausufern. Um das zu erreichen, haben Sie grundsätzlich zwei Hebel: Scoping und Automatisierung. Beide Ansätze verfolgen das Ziel, möglichst wenig zu übersetzen, aber dennoch sicherzugehen, dass auch wirklich alle Texte übersetzt werden, die Ihre Anwender am Ende auf der SAP GUI oder in SAP-Fiori-Apps zu sehen bekommen. Lesen Sie weiter...